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Grandios Heiraten | Ein Interview mit Carmen Grande Esser | dhal-mag.de
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Aus dem Alltag einer Hochzeitsplanerin

Ein Interview mit Carmen Grande Esser von Grandios Heiraten

Mit Grandios Heiraten hat sich Carmen Grande Esser einen großen Traum erfüllt und ihre Leidenschaft für Hochzeiten zum Beruf gemacht. Als Hochzeitsplanerin ist sie Managerin, Beraterin und Freundin zugleich, plant mit viel Liebe zum Detail ganze Hochzeiten, findet die perfekte Location und greift ihren Paaren bei der eigenständigen Planung unter die Arme. Uns hat die Aachener Hochzeitsexpertin mit spanischen Wurzeln im Interview verraten, welcher Moment sie bei einer Trauung besonders gerührt hat und welches Geheimnis hinter einer perfekten Hochzeit steckt.

Brautstrauß auf einer weißen Spitzenschleppe

DHAL: Welche Punkte sind bei der Planung einer Hochzeit besonders zu beachten?

Carmen: Das allerwichtigste bei der Planung ist Struktur. Egal, an welchem Punkt der Planung du grade bist, gute Organisation ist immer die halbe Miete. Bevor man selbst mit der Planung seiner eigenen Hochzeit loslegt, sollte man einen Budgetplan erstellen. Sonst wird es schnell teurer als ursprünglich geplant. Wichtig ist auch, dass man zunächst einen Termin festlegt, damit man weiß, wie viel Planungszeit bleibt. Dann kann man sich einen Überblick darüber verschaffen, was in der Zeit noch zu erledigen ist, zum Beispiel mit Hilfe einer To-do-Liste oder einem Ablaufplan. Viele Bräute und Bräutigame glauben, die Planung ihrer Hochzeit wäre ein reiner „Brautpaar-Job“, dabei muss das nicht der Fall sein. Wer keinen Experten zur Hand hat, sollte sich innerhalb der Familie oder im Freundeskreis unbedingt nach Helfern umschauen und ein paar Aufgaben verteilen. An seinem großen Tag soll das Paar schließlich stressfrei heiraten können und nicht ständig alles im Blick behalten müssen. Freunde und Familienmitglieder können im Hintergrund die Fäden ziehen und das Paar auf diese Weise entlasten. Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, die es zu beachten gilt. Manche Dinge erscheinen auf Anhieb vielleicht selbstverständlich, gehen aber schnell in der Fülle an Aufgaben unter. Zum Beispiel sollte man allen Dienstleistern die genau Adresse der Location oder der Kirche geben. Sonst landet der Kuchen gerne schnell am falschen Ort oder die Blumen in einer anderen Kirche.

Ringe auf einem Schleier mit Blumendeko

DHAL: Was macht eine gute, wenn nicht gar perfekte Hochzeit aus?

Carmen: Als Hochzeitsplanerin habe ich natürlich immer den Anspruch, eine perfekte Hochzeit auszurichten. Perfekt heißt für mich, dass die von mir ausgerichtete Hochzeit genauso ist, wie es sich das Paar gewünscht hat. Ich bin schon sehr perfektionistisch veranlagt. Trotzdem gibt es für mich noch mehr als die perfekte Torte oder die perfekte Tischdeko. Perfekt ist eine Hochzeit dann, wenn sich das Paar an seinem Hochzeitstag fallen lassen kann und nur eine Sache im Kopf hat: sich gegenseitig das Ja-Wort zu geben. Man soll als Braut oder Bräutigam ja nicht so gestresst sein, dass man froh ist, wenn die Hochzeit vorbei ist und man endlich die Füße hochlegen kann. Deshalb braucht man natürlich etwas Unterstützung. Perfekt heißt für mich letztendlich, dass es emotional stimmt, das Paar entspannt ist und die Gäste glücklich.

Tischdeko einer Hochzeit in Naturtönen

DHAL: Wie werde ich bei der Planung meiner Hochzeit nicht zu Brautzilla?

Carmen: In erster Linie muss man lernen, sich etwas zu entspannen. Das ist aber natürlich leichter gesagt als getan, denn der Druck, unter dem besonders Frauen bei ihrer Hochzeit stehen, ist enorm und wird oft unterschätzt. Es mag vielleicht ein Klischee sein, aber erfahrungsgemäß träumen die meisten Frauen – natürlich nicht alle – schon von klein auf von ihrer perfekten Hochzeit, vom perfekten Kleid und davon an ihrem großen Tag perfekt auszusehen. Da helfen soziale Medien auch nicht weiter. Viele Bräute sind frustriert, wenn sie zum Beispiel auf Instagram und Pinterest perfekt gestylte Models in Hochzeitskleidern sehen und anfangen sich damit zu vergleichen. Das kratzt am Selbstbewusstsein und sorgt für innere Anspannung. Schließlich sind am Hochzeitstag alle Blicke auf dich gerichtet, es werden zahlreiche Fotos gemacht und weil du im Idealfall eben nur einmal heiraten wirst, kannst du schlecht sagen: „Das nächste Mal wird dann aber perfekt!“. Deshalb ist es für viele Bräute schon ein Weltuntergang, wenn sie an ihrem Hochzeitstag morgens einen Pickel entdecken. Man sollte sich selbst vorab von dem Gedanken befreien, alles perfekt machen und perfekt aussehen zu müssen. „Denn so wie du bist, bist du genau richtig und wirst von deinem Partner geliebt. Hör auf dich mit anderen zu vergleichen, denn du bist unvergleichlich. Dein Kleid ist wunderschön, also hör auf zu suchen. Eure Hochzeit wird fantastisch!“ Das versuche ich meinen Bräuten immer zu vermitteln und es bewährt sich: bisher hatte ich noch nie eine Brautzilla. Auch der Partner oder enge Freunde können helfen, der Braut neues Selbstbewusstsein zu schenken und ihr somit den eigenen Perfektionsdruck zu nehmen. Eine entspannte Braut strahlt an ihrem großen Tag ohnehin am meisten.

DHAL: Was war die verrückteste Hochzeit, die du bisher geplant hast?

Carmen: Was Hochzeiten betrifft ist heutzutage nichts mehr wirklich verrückt, nur eben individuell – genauso wie das Brautpaar selbst. Man kann seine Hochzeit ganz nach seinen eigenen Wünschen gestalten. Wer es klassisch mag, plant eine klassische Hochzeit, wer ein Faible für eine bestimmte Epoche hat, plant zum Beispiel eine Hochzeit im Mittelalterstil. Und genau das ist das Schöne: alles ist erlaubt und gut ist, was selbst gefällt. Das Außergewöhnlichste, das ich bisher erlebt habe, war ein Brautpaar, das an seinem großen Tag morgens eine 15 Kilometer lange Wanderung durch den Wald zum Standesamt unternommen hat. Die beiden sind eben sehr naturverbunden und gehen auch heute noch unglaublich gerne wandern. Wieso also nicht? Hauptsache ist, dass man seinen Hochzeitstag so gestaltet wie man es selbst möchte!

Hochzeitsdeko in Naturfarben

DHAL: Was war der schönste Augenblick, den du je auf einer Hochzeit erlebt hast?

Carmen: Alle Hochzeiten, die ich bisher ausrichten durfte, waren auf ihre Art und Weise sehr emotional und schön. Da verdrücke ich auch als Hochzeitsplanerin hier und da mal vor Rührung ein Tränchen und vor allem vor Freude, wenn ich meine Paare so glücklich sehe. Bei all den schönen Momenten fällt es schwer, sich zu entscheiden. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unter anderem eine Hochzeit mit vielen aus China angereisten Gästen. Zwei enge Freunde des Paares haben durch die freie Trauung geführt und sehr persönlich über die Braut und den Bräutigam und über Liebe gesprochen. Das Besondere war, dass die Freundin des Brautpaares auf Deutsch sprach und der Freund auf Chinesisch. Jeder hatte einen eigenen Part und es wurde nichts übersetzt. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie gerührt alle Gäste gleichermaßen waren und wie diese wunderbare Stimmung alle erfasst hat. Vielleicht hat es mich auch ein wenig an meine eigene Familie erinnert. Als Spanierin mit einem deutschen Mann wird es bei uns zu Hause manchmal auch multikulturell und bilingual. Manche müssen sich dann mit Händen und Füßen verständigen, aber wir verstehen einander trotzdem. Meistens zumindest! Liebe kommt immer an, egal welche Sprache du sprichst.

Das war der erste Beitrag unserer herzallerliebsten Hochzeitsserie. In den kommenden Wochen erwarten euch viele weitere Beiträge zu DIY-Ideen, Planungsansätzen und Dekoration. Seid gespannt!

Ihr seid noch auf der Suche nach einer zauberhaften Hochzeitsplanerin? Dann schaut doch mal bei der lieben Carmen von Grandios Heiraten vorbei.

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